Dienstag, 15. Oktober 2013

Fiestas del Pilar


Mit einer kleinen Verzögerung möchte ich doch schnell von meinem letzten Trip erzählen.
Am Samstag fand nämlich der Höhepunkt der "Fiestas del Pilar" statt.
Ganz kurze Information zur Fiesta: Die Fiestas del Pilar sind ein Stadtfest in Saragossa, um die Stadtpatronin, die Jungfrau Maria zu würdigen. Die Festivitäten fangen meistens schon eine Woche vorher an und dauern dann um die zehn Tage. Die Jungfrau Maria soll nämlich auf einer Säule erschienen sein, die nun ein Teil der Basilika ist.

Ziemlich früh fuhren wir mit dem Bus los und nach einer knapp 2stündigen Fahrt waren wir in Saragossa. Die Prozession der Blumenniederlegung war schon im vollen Gange. Das ganze kann man sich so ein bisschen wie Karneval vorstellen: Viele viele Menschen durchlaufen in voller Tracht einen gewissen Parcour durch die Stadt und legen dann am Ende ihre Blumen vor der Basilika auf dem „Plaza del Pilar“ nieder. Die Prozession ging ewig. Als ich abends nach Hause gefahren bin, waren immer noch Leute unterwegs.
Zwischendurch konnte man hier und da viele Menschen muszieren und tanzen sehen.
Wir nutzten die Möglichkeit, uns die Basilika kostenlos von innen anschauen zu dürfen. Da war gerade eine Kommunion im Gange und die Kirche war dementsprechend voll. Die Basilika war aber sehr beeindruckend. Ich habe auch die Säule der Jungfrau Maria gefunden, was allerdings nicht schwer war, weil viele Menschen angestanden haben, um die zu küssen und davor zu beten oder Bilder dagegen zu halten.

Leider konnten wir uns nicht richtig die Stadt anschauen, weil manche Straßen von Menschen nur so überfüllt waren, dass man garnicht durchgehen konnte. Aber das, was wir gesehen haben, war richtig interessant und auch wieder richtig toll.

Hier einige Impressionen (die Bilder sind mit dem Handy gemacht, weil ich meine Kamera nicht mitnehmen wollte):

 Zunächst ein kurzes Video mit der traditionellen Musik und den Tänzen


die Prozession

Egal, ob jung oder alt, alle haben sich traditionell gekleidet

Blumen und im Hintergrund die Basilika

die Basilika

die Säule der Jungfrau Maria

die alte Kathedrale

die alte Kathedrale
die Blumengaben am Abend


Dienstag, 1. Oktober 2013

Durch den Süden von Spanien in 4 Tagen

Am Freitag und am Montag hatten wir frei, weil die Uni zum einen einfach zugemacht hat und am Montag der Stadtpatron von Lleida gefeiert wurde. Also haben wir uns ruckizucki überlegt, eine Rundreise zu machen.
Donnerstag abend ging es los, unser erster Stopp hieß Madrid. Da wir 5h gefahren sind, haben wir von der Stadt nicht mehr als das Straßenschild gesehen und haben dort nur übernachtet. Am nächsten Tag ging es nach Sevilla. Wieder 5h später waren wir auch schon da.
Wir haben uns ein kleines Hostel mitten in der Altstadt gebucht. Kaum angekommen, sind wir auch gleich los und haben uns die Stadt angeschaut. Die Häuser hier sind auch alle wunderschön. Die Architektur ist total toll. Da die Stadt von den Römern gegründet und von den Mauren teilweise besiedelt war und dann doch von den Christen übernommen wurde, ergibt das eine sehr interessante Architektur und Gebäudestruktur.
Durch unseren Spaziergang haben wir schon einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen. Leider waren wir schon ein bisschen spät dran und konnten uns die meisten Sehenswürdigkeiten nicht von innen anschauen. Aber da das Wetter mitgespielt hat, war der Spaziergang auch sehr schön.Zunächst ging es zur Kathedrale von Sevilla. Die war früher eine Moschee und heute kann man noch die Giralda, also das Minarett der alten Moschee anschauen. Ansonsten haben es sich die Christen zurecht gebaut und sonst sieht man nicht so richtig, dass es mal eine Moschee war. Einmal hatten wir allerdings Glück und ein Projekt einer spanischen Bank war offen. Es war eine Ausstellung die die Besiedlung der Römer von Spanien dargestellt hat. Dazu gab es dann noch einige Artefakte (ich glaube aber, keine Originale) aus dem Zeitalter der Römer.Durch Zufall haben wir auch die Stierkampfarena gefunden. Leider durften wir uns sie nicht von innen anschauen, weil gerade ein Kampf losging. Die Arena war total ausverkauft und es wimmelte nur von Menschen. Alle Besucher waren aber sehr fein angezogen und man hätte meinen können, dass sie in ein Theater gehen und nicht zu einem Stierkampf. Wir haben uns dazu entschieden, keinen Stierkampf anzuschauen, weil wir das alle fürchterlich finden, wie mit dem Stier umgegangen wird. Danach ging es weiter zum alten Expogelände, dem Plaza de Espana. Da war gerade die Vorbereitung für einen Lauf, deswegen war der Platz komplett leer und wir durften nicht richtig rumlaufen.
Abends haben wir uns dann auf die Suche nach einer Tapasbar gemacht. Die haben wir natürlich gleich gefunden. In Südspanien gibt es an jeder Ecke eine gute und billige Tapasbar. Nach der Tapasbar ging es noch weiter in eine Bar, da wurde dann das regionale Bier und Tinto de Verano, also Rotwein mit Limo, ausprobiert.
Am nächsten Morgen entschlossen wir uns, die kostenlose Führung durch die Stadt mitzumachen. Unser Tourguide war etwas aufgedreht und hat die Anekdoten in einer sehr lockeren Art erzählt, was manchmal leider nach hinten losgegangen ist. Dennoch war es sehr interessant und wir haben viel über die Stadt gelernt. Nach der Stadtführung gab es eine Kleinigkeit bei dem Festival der Kulturen zu essen. Irgendwie hatte ich kein Glück, da bin ich schon extra zu einem Stand gegangen, wo ich das Essen nicht kenne, Kulumbien, und dann bekomme ich Pommes mit Mettwurst. Naja, ich war die einzige aus der Gruppe die wirklich satt geworden ist und sich nicht über die Portion beschwert hat. Danach ging es wieder zum Plaza de Espana. Dieses mal konnten wir auf dem Platz rumlaufen und es wimmelte nur von Touristen. Dazu kamen viele Brautpaare, die alle Fotos gemacht haben. In der Nähe vom Platz gab es einen großen Park, durch den sind wir auch gelaufen. Danach ging es zurück zur Kathedrale, dieses mal wollten wir sie uns von innen anschauen, weil das Grab von Christopher Kolumbus in der Kirche ist. Dazu konnte man noch kostenlos auf den Giralda und hatte einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Nach der Kirche ging es fix zum Alcázar, dem alten Königspalast. Da konnte man auch schön die maurische Architektur erkennen. Auch da gab es einen schönen großen Garten.
Danach wollten wir eigentlich eine kostenlose Führung zum Thema Flamenco und Zigeuner in Sevilla mitmachen, aber wir waren zu spät und haben die Gruppe verpasst. Deswegen haben wir uns dann ein bisschen Triana angeschaut, die Stadt grenzt direkt an Sevilla und liegt auf der anderen Seite vom Fluss. Da haben wir dann auch wieder lecker Tapas gegessen.
Sonntag ging es dann auch schon weiter. Wir mussten ja wieder 1000km zurück nach Lleida. Dieses mal haben wir uns aber eine andere Strecke ausgesucht: Es ging über Granada. Dort haben wir uns auch ein bisschen die Stadt angeschaut. Leider hat das Wetter nicht so wirklich mitgespielt und wir konnten die Stadt nicht so genießen. Aber auch in Granada merkt man den arabischen Einfluss. Die Stadt hat ein großes arabisches Viertel beispielsweise. Am Abend ging es dann weiter nach Alicante, an die Küste.
Am Montag haben wir einen Vormittag am Strand verbracht, bevor es wieder nach Lleida ging.
Trotz der langen Autofahrt hatten wir die Möglichkeit, viel von der Landschaft zu sehen. Spanien ist sehr bergig und hügelig. Dazwischen gibt es viele kleine Ortschaften und viele viele Felder.

Hier einige Impressionen von der Reise:

Die Windmühlen von Don Quijote

Panorama - Orangenbäume über Orangenbäume

Sevilla 

Die Stierkampfarena

Blick auf Triana

Die Uni von Sevilla, früher eine Tabakfabrik

Plaza de Espana

Kathedrale von Sevilla, rechts die Giralda

Tür zur Kathedrala, ein Überbleibsel der maurischen Zeit

die Oper

das Grab von Chrisopher Kolumbus

Blick auf die Stadt und die Arena, La Real Maestranza de Caballería de Sevilla

Alcázar

Metropol Parasol, die angeblich größte Holzkonstruktion der Welt

Granada: Eingang zum Arabischen Viertel

Granada

Granada: Blick auf die Alhambra

Panorama während der Fahrt

Blick auf Alicante

Die Reisegruppe

Panorama auf der Heimreise

Dienstag, 24. September 2013

Heute vor genau einem Monat...

...bin ich hier in Lleida angekommen.
Mittlerweile hat sich alles endlich eingepegelt. Ich habe meinen finalen Stundenplan fertiggestellt. Heute habe ich auch mein Learning Agreement soweit geändert und kann mich dann morgen endlich endlich (!) einschreiben. Ich habe mich heute auch für meinen Spanischkurs registriert, somit steht dem Sprachenlernen nichts mehr im Wege.
Die Englischklassen, die ich besuche, sind soweit eigentlich sehr interessant. Am meisten bin ich über die Anforderungen erstaunt: Wir müssen in einem Kurs neben einer Klausur noch eine Hausarbeit schreiben. In einem anderen Kurs schreiben wir in 3-4 Wochen schon kleine Tests und in einem anderen wiederum müssen wir ständig schriftliche Arbeiten einreichen, um den Kurs zu bestehen. In dem letzten Kurs sitzen die Studierenden, die gerade mit der Uni angefangen haben. In Aachen hatten wir nicht so viel zu tun. Das ist echt interessant.
An den Wochenenden bin ich auch oft unterwegs. Letzten Samstag habe ich zusammen mit den anderen Erasmusstudentinnen einen ruhigen gemacht und haben gemeinsam gekocht. Am Sonntag ging es für eine kleine Wanderung in die Pyrenäen, damit man mal aus der Stadt rauskommt.

Das habe ich in einem Monat Spanienaufenthalt "gelernt":
Lebensweise: "mañana mañana" (Was du heute kannst nicht besorgen, verschiebe ruhig auf morgen): Immer, wenn es ein kleines Problem gab, wurde ich mit den Worten beruhigt, dass sich das doch auch alles später irgendwann regeln wird. Der Stundenplan passt nicht? Kein Problem, schau dir interessante Klassen an und entscheide dich dann, was du haben willst. Du bist noch nicht eingeschrieben? Kein Problem, das wird schon alles. Du hast nicht alle Credit points für dein Learning Agreement zusammen? Kein Problem, melde dich einfach irgendwo an und lass dich durchfallen. Du willst deine Miete bezahlen? Die Abrechnung liegt jetzt noch nicht vor, komm ein ander mal wieder.
Das bin ich aus Deutschland ja so garnicht gewohnt. Auch hier merke ich wieder, dass die Menschen im Süden viel lockerer drauf sind als in Deutschland. Hier beginnen die Kurse meistens nicht pünktlich sondern gerne mal eine Viertelstunde später. Die Studierenden kommen auch nicht pünktlich, sondern eben genau diese 15 Minuten später.

Wetter: Temperaturschwankungen von durchschnittlich 15°C sind normal. Jeden Morgen sind es zwischen 15° und 20°. Auch am Vormittag ist es nicht viel wärmer. Also ziehe ich mich entsprechend an und laufe in die Uni. Auf dem Weg dahin wird es dann auf einmal so richtig heiß, weil die Sonne dann richtig auf die Stadt strahlt. Also sind so am frühen Nachmittag zwischen 30° und 35°. Deswegen habe ich gelernt, lieber am Morgen ein bisschen zu frieren und nicht so warme Sachen anzuziehen, ansonsten schwitze ich den ganzen Nachmittag und Abend.

Essen: Super lecker! Anders kann ich es nicht beschreiben. Man merkt bei den Kataloniern die französische Nähe. Es gibt in den Bäckereien viele Baguettes und kleine Teilchen, wie Croissants oder Schokocroissants. Gerne wird hier auch Kaffee getrunken, nein, nicht getrunken. Eingenommen. Ein Kaffee ist nämlich so ähnlich wie ein Espresso. Ich war in Lleida noch nicht so viel in einem Restaurant essen, aber das Angebot an Tapas ist wunderbar. Auch in den anderen Städten, in denen ich bisher war, gab es immer leckeres Essen. Am beliebtesten in Katalonien ist ein Bocadillo, also ein Baguette mit Tomaten und ein bisschen Öl eingerieben, darauf kommt dann entweder Käse, Schinken oder Fleisch.

Menschen: Sehr offen und freundlich. Da ich ja kaum Spanisch und Katalan spreche, bin ich hier immer wieder auf die non-verbale Sprache angewiesen. Die Menschen hier sind aber sehr freundlich und wiederholen sich gerne, wenn sie kein Englisch sprechen können. Die, die Englisch sprechen können, fangen auch gerne ein Gespräch an und fragen, woher ich komme. Wenn sie dann erfahren, dass ich aus Deutschland komme, wird natürlich sofort das wichtigste Thema besprochen: Fußball.

Natürlich habe ich noch viel mehr Impressionen, positive Impressionen in dem letzten Monat gesammelt. Aber die oben genannten sind, glaube ich, die prägnantesten.

So, dieses Wochenende haben wir Freitag und Montag keine Uni, weil der Stadtheilige von Lleida gefeiert wird. Deswegen fahren ein paar Mädels und ich runter in den Süden, nach Sevilla! :)

Montag, 16. September 2013

Ein Wochenende im Baskenland

Letzte Woche Donnerstag ging es zusammen mit drei weiteren Erasmusstudentinnen und einem Hund ins Baskenland, nach Bilbao, um genau zu sein. Da wir Mautstraßen vermeiden wollten, weil das hier in Spanien doch sehr teuer werden kann, haben wir also nur die Landstraßen genutzt und konnten nur kurze Strecken auf einer kostenfreien Autobahn fahren. Mit nur einer Karte auf dem Handy haben wir es innerhalb von 7 Stunden von Lleida nach Bilbao geschafft.
Leider sind wir erst recht spät losgefahren, dass wir abends nicht mehr viel machen konnten, als uns ein kleines Restaurant zu suchen und da etwas zu essen, bevor wir ins Bett fielen. Ich probierte die Pintxos, das ist im Endeffekt das gleiche wie Tapas.
Dafür konnten wir am nächsten Morgen schon recht früh aufstehen und den gesamten Tag nutzen. Also ging es zunächst zu einem Café, wo es Frühstück für uns gab. Das schöne im Baskenland ist, dass viele Gerichte auf der Anrichte standen und man somit wusste, was es im Café so gibt. Ich wählte ein Stück Tortilla mit Schinken und Käse. Dazu gab es eine heiße Schokolade, die eine puddingartige Konsistenz aufwies. Danach ging es in einem gemütlichen Spaziergang zum Guggenheim, die Hauptattraktion der Stadt. Leider war ein Stockwerk wegen Umbauarbeiten geschlossen und somit musste ich auf van Gogh, Picasso und Monet verzichten. Trotzdem war es sehr schön. Es gab auch eine Installation, die man interaktiv erleben konnte.
Nach dem Guggenheim ging es weiter in ein Restaurant, eine kleine Stärkung zu sich nehmen und dann in die Altstadt. Abends ging es mit einer Seilbahn noch auf den Berg und da haben wir dann den Sonnenuntergang über der Stadt angeschaut. Die Stadt hat mir sehr sehr gut gefallen, die Gebäude sind sehr schön und allgemein hat die Stadt ein sehr angenehmes Flair. Hinzu kommt das Panorama: egal, in welche Richtung man schaut, man sieht überall grüne Berge.
Abends ging es -natürlich- wieder in ein Restaurant.
Da wir der Meinung waren, dass wir das meiste in Bilbao gesehen haben, ging es am nächsten Tag weiter in Richtung San Sebastian. Da aber alle Hotels, die Hunde erlauben, in San Sebastian ausgebucht waren, fuhren wir in einen kleinen Ort in der Nähe. Der war auch wunderschön. Als wir angekommen sind, war gerade eine Art Volksfest, auf der einen Bühne spielten mehrere Kinder Akkordeon (was im "Chor" etwas unangenehm und düster klingt) und durch die Stadt zogen eine kleine Blaskapelle samt Publikum.
Unsere Pension war mitten in der Stadt und sehr liebevoll eingerichtet. Wir haben uns etwas kleines aus dem Supermarkt geholt, um ein kleines Mittagessen zu essen und als wir wieder in der Pension waren, hatte sich die Blaskappelle mit ihrem Publikum auf dem Platz vor dem Fenster versammelt und da wurde mir dann auch klar, dass das Publikum in Wirklichkeit ein Chor ist, denn dieser hat eine gute halbe Stunde aus vollstem Halse ein Lied nach dem anderen geschmettert. Nachmittags ging es an den Strand. Leider war das Wetter nicht so schön, also haben wir einfach einen langen Spaziergang gemacht.
Abends ging es in ein typisch baskisches Restaurant und wir haben ein Menü gegessen, was einer Vorspeise, einem Hauptgericht und Dessert besteht. Dazu gab es Wein und Baguette. Das war alles sehr sehr lecker.
Am Sonntag ging es fix nach San Sebastian. Leider hat das Wetter nicht so richtig mitgespielt und aufgrund von kleinen Verletzungen der Mitreisenden sind wir relativ schnell nach Lleida gefahren, wir mussten ja wieder mit einer 5 stündigen Fahrt rechnen.

Hier einige Impressionen des Ausfluges:

Dieses Panorama hatten wir die meiste Zeit auf unserer Fahrt


Bilbao

Das Guggenheim

Das Modell der interaktiven Installation

auch um das Museum herum gab es Kunst

der Bahnhof in Bilbao

ich bin eine echte Bilbaína!

die Stadt von oben

Blick aus unserer Pension mitsamt Chor

der erste Strand

San Sebastian

der Strand in San Sebastian

Mittwoch, 11. September 2013

Eine Woche voll mit Kultur

So, jetzt bin ich schon über 2 Wochen in Lleida. Meinen Katalankurs habe ich gestern (hoffentlich erfolgreich) abgeschlossen und damit auch die Begrüßungsaktivitäten für die Erasmusstudenten beendet.
Aber alles von vorne.
Letzte Woche war neben dem Katalankurs nicht viel los.
Am letzten Freitag haben wir allerdings eine Führung durch die Burg von Gardeny bekommen. Es ist eine Festung von Tempelrittern und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Von der Originalstruktur ist noch viel erhalten, sodass man einen guten Einblick in die Burg hatte.
Die Führung wurde uns in Katalan, Spanisch oder Englisch angeboten. Ich habe mich für die Führung in Spanisch entschieden, weil ich dachte, dass ich wenigstens ein bisschen verstehe. Allerdings war dem leider nicht so und ich hatte viel Zeit, mir alles in Ruhe anzuschauen. Nach einem Video, dass uns die Geschichte der Tempelritte und ihren Weg nach Lleida erzählte, gab es noch eine kurze Führung über das Gelände. Von der Burg aus hatte man einen schönen Blick über die Stadt.
Das Besondere an der Burg Gardeny ist, dass die Historiker noch nicht alles über das Leben auf der Burg herausgefunden haben und vieles noch unsicher ist. Es gibt in der Kirche beispielsweise viele Malereien, von denen unklar ist, was sie eigentlich bedeuten.
Hier ein paar Impressionen von der Burg:
(es geht unten noch weiter mit Berichten)




die Malereien

Am Sonntag ging es mit dem Zug nach Tàrrega. Dort war die "FiraTàrrega - Teatre al carrer", also Straßentheater. Die ganze Stadt war voll mit Menschen und es gab viele viele Aufführungen, wie Akrobatik, Clownerie oder Theater. Es gab aber auch viel Musik und moderner Tanz. Wir haben uns viele verschiedene Performances anschauen können und nebenbei noch die Stadt anschauen können.
Mama, dir hätte es dir hier sehr gut gefallen, weil es überall etwas zu sehen gab und man immer stehen bleiben konnte und alle Performances anders waren.
Die meisten Performances waren kostenlos, es gab aber auch einige, bei denen man Eintritt bezahlen musste. Allerdings war das Wetter so schön, dass wir eh immer draußen bleiben wollten und uns die Straßenvorführungen angeschaut haben. Schön waren auch die spontanen, außerplanmäßigen Vorführungen, die zwischen dem Programm stattgefunden haben. Also haben denn einfach einige Besucher sich etwas Platz verschafft und dann einfach geturnt oder Musik gemacht.
Hier ein paar Impressionen von der FiraTàrrega:
(unten geht es noch weiter)







Gestern war der Abschluss der Willkommensaktivitäten eine Führung durch die Seu Vella, die Kathedrale oben auf dem Berg. Vorher musste aber noch ein Katalanexamen geschrieben werden. Der lief eigentlich ganz gut, das meiste habe ich gewusst. Nach dem Kurs ging es dann durch die Stadt mit einer spanischen Touristenführung hoch zum Seu Vella. Leider waren wir zu viele und die Dame hat auch teilweise zu schnell gesprochen, dass ich nicht alles verstanden habe und es auch zu laut war.
Auf dem Berg, durften wir in die Seu Vella. Die Seu Vella ist eine alte Kathedrale aus dem frühen 13. Jahrhundert. Heute ist es ein wunderschöner Kreuzgang mit einem schönen Garten in der Mitte. Wir durften auch hoch in den Kirchturm und uns die Stadt von dem höchsten Punkt der Umgebung anschauen. Insgesamt 240 Stufen mussten wir auf einer engen Wendeltreppe hochlaufen. Aber der Blick auf dem Turm war wunderschön, weil man die Berge in der Ferne sehr gut sehen konnte.
Nach der Seu Vella ging es wieder zurück in die Stadt, weil wir noch das Rathaus anschauen wollten, aber das ist geschlossen, weil sich die Stadt auf "La Diada" - dem Nationalfeiertag Kataloniens vorbereitet hat. Also ist heute alles geschlossen und in der Stadt wird die Kapitulation Barcelonas gegenüber der Truppen von Philipp V. erinnert. 


Seu Vella

die Mädels in Lleida, aus Hongkong, Tschechien, Finnland und Holland

Hier gibt es ganz ganz viele Störche