Dienstag, 1. Oktober 2013

Durch den Süden von Spanien in 4 Tagen

Am Freitag und am Montag hatten wir frei, weil die Uni zum einen einfach zugemacht hat und am Montag der Stadtpatron von Lleida gefeiert wurde. Also haben wir uns ruckizucki überlegt, eine Rundreise zu machen.
Donnerstag abend ging es los, unser erster Stopp hieß Madrid. Da wir 5h gefahren sind, haben wir von der Stadt nicht mehr als das Straßenschild gesehen und haben dort nur übernachtet. Am nächsten Tag ging es nach Sevilla. Wieder 5h später waren wir auch schon da.
Wir haben uns ein kleines Hostel mitten in der Altstadt gebucht. Kaum angekommen, sind wir auch gleich los und haben uns die Stadt angeschaut. Die Häuser hier sind auch alle wunderschön. Die Architektur ist total toll. Da die Stadt von den Römern gegründet und von den Mauren teilweise besiedelt war und dann doch von den Christen übernommen wurde, ergibt das eine sehr interessante Architektur und Gebäudestruktur.
Durch unseren Spaziergang haben wir schon einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen. Leider waren wir schon ein bisschen spät dran und konnten uns die meisten Sehenswürdigkeiten nicht von innen anschauen. Aber da das Wetter mitgespielt hat, war der Spaziergang auch sehr schön.Zunächst ging es zur Kathedrale von Sevilla. Die war früher eine Moschee und heute kann man noch die Giralda, also das Minarett der alten Moschee anschauen. Ansonsten haben es sich die Christen zurecht gebaut und sonst sieht man nicht so richtig, dass es mal eine Moschee war. Einmal hatten wir allerdings Glück und ein Projekt einer spanischen Bank war offen. Es war eine Ausstellung die die Besiedlung der Römer von Spanien dargestellt hat. Dazu gab es dann noch einige Artefakte (ich glaube aber, keine Originale) aus dem Zeitalter der Römer.Durch Zufall haben wir auch die Stierkampfarena gefunden. Leider durften wir uns sie nicht von innen anschauen, weil gerade ein Kampf losging. Die Arena war total ausverkauft und es wimmelte nur von Menschen. Alle Besucher waren aber sehr fein angezogen und man hätte meinen können, dass sie in ein Theater gehen und nicht zu einem Stierkampf. Wir haben uns dazu entschieden, keinen Stierkampf anzuschauen, weil wir das alle fürchterlich finden, wie mit dem Stier umgegangen wird. Danach ging es weiter zum alten Expogelände, dem Plaza de Espana. Da war gerade die Vorbereitung für einen Lauf, deswegen war der Platz komplett leer und wir durften nicht richtig rumlaufen.
Abends haben wir uns dann auf die Suche nach einer Tapasbar gemacht. Die haben wir natürlich gleich gefunden. In Südspanien gibt es an jeder Ecke eine gute und billige Tapasbar. Nach der Tapasbar ging es noch weiter in eine Bar, da wurde dann das regionale Bier und Tinto de Verano, also Rotwein mit Limo, ausprobiert.
Am nächsten Morgen entschlossen wir uns, die kostenlose Führung durch die Stadt mitzumachen. Unser Tourguide war etwas aufgedreht und hat die Anekdoten in einer sehr lockeren Art erzählt, was manchmal leider nach hinten losgegangen ist. Dennoch war es sehr interessant und wir haben viel über die Stadt gelernt. Nach der Stadtführung gab es eine Kleinigkeit bei dem Festival der Kulturen zu essen. Irgendwie hatte ich kein Glück, da bin ich schon extra zu einem Stand gegangen, wo ich das Essen nicht kenne, Kulumbien, und dann bekomme ich Pommes mit Mettwurst. Naja, ich war die einzige aus der Gruppe die wirklich satt geworden ist und sich nicht über die Portion beschwert hat. Danach ging es wieder zum Plaza de Espana. Dieses mal konnten wir auf dem Platz rumlaufen und es wimmelte nur von Touristen. Dazu kamen viele Brautpaare, die alle Fotos gemacht haben. In der Nähe vom Platz gab es einen großen Park, durch den sind wir auch gelaufen. Danach ging es zurück zur Kathedrale, dieses mal wollten wir sie uns von innen anschauen, weil das Grab von Christopher Kolumbus in der Kirche ist. Dazu konnte man noch kostenlos auf den Giralda und hatte einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Nach der Kirche ging es fix zum Alcázar, dem alten Königspalast. Da konnte man auch schön die maurische Architektur erkennen. Auch da gab es einen schönen großen Garten.
Danach wollten wir eigentlich eine kostenlose Führung zum Thema Flamenco und Zigeuner in Sevilla mitmachen, aber wir waren zu spät und haben die Gruppe verpasst. Deswegen haben wir uns dann ein bisschen Triana angeschaut, die Stadt grenzt direkt an Sevilla und liegt auf der anderen Seite vom Fluss. Da haben wir dann auch wieder lecker Tapas gegessen.
Sonntag ging es dann auch schon weiter. Wir mussten ja wieder 1000km zurück nach Lleida. Dieses mal haben wir uns aber eine andere Strecke ausgesucht: Es ging über Granada. Dort haben wir uns auch ein bisschen die Stadt angeschaut. Leider hat das Wetter nicht so wirklich mitgespielt und wir konnten die Stadt nicht so genießen. Aber auch in Granada merkt man den arabischen Einfluss. Die Stadt hat ein großes arabisches Viertel beispielsweise. Am Abend ging es dann weiter nach Alicante, an die Küste.
Am Montag haben wir einen Vormittag am Strand verbracht, bevor es wieder nach Lleida ging.
Trotz der langen Autofahrt hatten wir die Möglichkeit, viel von der Landschaft zu sehen. Spanien ist sehr bergig und hügelig. Dazwischen gibt es viele kleine Ortschaften und viele viele Felder.

Hier einige Impressionen von der Reise:

Die Windmühlen von Don Quijote

Panorama - Orangenbäume über Orangenbäume

Sevilla 

Die Stierkampfarena

Blick auf Triana

Die Uni von Sevilla, früher eine Tabakfabrik

Plaza de Espana

Kathedrale von Sevilla, rechts die Giralda

Tür zur Kathedrala, ein Überbleibsel der maurischen Zeit

die Oper

das Grab von Chrisopher Kolumbus

Blick auf die Stadt und die Arena, La Real Maestranza de Caballería de Sevilla

Alcázar

Metropol Parasol, die angeblich größte Holzkonstruktion der Welt

Granada: Eingang zum Arabischen Viertel

Granada

Granada: Blick auf die Alhambra

Panorama während der Fahrt

Blick auf Alicante

Die Reisegruppe

Panorama auf der Heimreise

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